Barrierefreie Websites und ergonomische Softwaregestaltung

Grafische Darstellung in mehreren Einzelteilen: Ein gesunder Volleyballspieler und ein Behinderter spielen gemeinsam mit der Erdkugel als Ball, der beim Betrachten aller Seiten des Angebots von einem zum anderen wandert. Unter dem fliegenden Ball befindet sich der Schriftzug WWW als Hinweis, daß die Erdkugel hier mit dem Internet assoziiert wird.

Volleyballspieler, aufrecht (Teil 1 von 3). Behinderter Volleyballspieler, im Rollstuhl (Teil 2 von 3). Die Erdkugel als *Volleyball*: Eine für alle. (Teil 3 von 3).

2.4 Barrieren im Internet

Europäisches Symbol für *Leichte Sprache* Alternatives Symbol für *Leichte Sprache*

Eine Barriere ist ein Hindernis.

Dann kann eine Person die Internet-Seite nicht alleine benutzen.

Oder sie kann die Internet-Seite gar nicht benutzen.

Frau mit Kopfschmerzen

Für jeden Menschen kann die Barriere anders sein:

  • Manche Menschen haben Schwierigkeiten beim Sehen.
  • Andere Menschen haben Schwierigkeiten beim Hören.
  • Für manche Menschen ist das Lesen und Verstehen schwer.
  • Andere Menschen haben Schwierigkeiten beim Bewegen.

Und manchmal bringt die Technik auch noch mehr Probleme.

Zum Beispiel:

Wenn ein Computer sehr schwierig zu bedienen ist.

Oder wenn man bei einem Computer-Programm sehr schnell sein muss.

Das sind dann technische Barrieren.

Verschiedene Computerhardware von Tastatur und Bildschirm bis zum Smartphone.

Barrieren beim Hören

In schwerer Sprache sagt man auch: akustische Barrieren.

Eine Person kann nicht gut hören.

Oder sie kann gar nicht hören.

Deshalb sind Sachen zum Hören für die Person Hindernisse.

Stilisierter Kopf mit Hand am Ohr - und einem Fragezeichen daneben.

Zum Beispiel:

Die Person kann dann den Ton zu einem Film nicht hören.

Oder wenn der Computer einen Alarm-Ton gibt.

Für Menschen, die nicht gut hören, hilft oft ein Hör-Gerät.

Aber manche Menschen können gar nicht hören.

Diese Menschen brauchen Gebärden-Sprache.

Für diese Menschen ist manchmal auch geschriebene Sprache schwer zu verstehen.

Im Internet brauchen gehörlose Menschen Filme in Gebärden-Sprache.

Dort sollen die Infos in Gebärden-Sprache erklärt werden.

Nachdenklicher Mann mit Stift und Zettelblock. Ein angedeutetes Logo für *Deutsche Gebärdensprache*.

Hindernisse beim Bewegen

In schwerer Sprache sagt man auch motorische Barrieren.

Eine Person kann Teile von ihrem Köper nicht gut bewegen.

Zum Beispiel die Arme oder die Beine.

Mann, der sich auf Grabegabeln wie auf Krücken abstützt; Daneben ein Rollstuhlfahrer.

Die Person hat dann vielleicht Schwierigkeiten am Computer.

Zum Beispiel:

Die Person kann die Maus nicht gut bewegen.

Oder die Person kann nicht auf mehrere Tasten gleich-zeitig drücken.

Für diese Personen gibt es besondere Hilfs-Mittel.

Zum Beispiel:

  • Eine Sprach-Steuerung.
  • Dann kann die Person den Computer mit ihrer Stimme steuern.
  • Oder besondere Tastaturen.
Computer mit Tastatur und Bildschirm

Darauf muss man achten:

Die Internet-Seiten und die Computer-Programme müssen gut mit den Hilfs-Mitteln zusammen arbeiten.

Warnschild mit erhobenem Zeigefinger.

Hindernisse beim Lesen und Verstehen

In schwerer Sprache sagt man auch kognitive Barrieren.

Eine Person kann nicht gut lesen.

Und die Person versteht dann nicht, was damit gemeint ist.

Oft machen Fremd-Wörter und Fach-Sprache das Verstehen schwer.

Nachdenklicher Mann mit Stift und Zettelblock.

Deshalb brauchen diese Menschen Texte in Leichter Sprache.

Bilder helfen auch, damit man den Text besser verstehen kann.

Europäisches Symbol für *Leichte Sprache*

Hindernisse beim Sehen:

In schwerer Sprache sagt man auch: visuelle Barrieren.

Die Person kann nicht gut sehen oder sie ist blind.

Das ist wichtig für Menschen, die nicht gut sehen können:

  • Gute Kontraste

    Zum Beispiel dunkle Schrift und heller Hintergrund.

    Das kann man besser sehen.

  • Man muss die Schrift-Größe einstellen können.

    Dann kann man die Schrift so groß machen, wie man sie braucht.

    Großer und kleiner Buchstabe *A* nebeneinander, weiß auf schwarz.
  • Die Texte müssen gut zu erkennen sein.

    Sie dürfen nicht blinken oder sich bewegen.

Das ist wichtig für blinde Menschen:

  • Der Text muss klar und deutlich sein.

    Die Absätze und Überschriften müssen für Lese-Geräte gut zu erkennen sein.

  • Trennen Sie den Text von den Bildern.

    Das macht das Lesen für blinde Menschen leichter.

  • Schreiben Sie bei Bildern immer einen Text dazu.

    In dem Text steht: Was sieht man auf dem Bild.

    Der Text wird dann vorgelesen.

    Dann verstehen auch blinde Menschen um was es geht.

Warnschild mit erhobenem Zeigefinger.

Technische Hindernisse

Manche Geräte sind schwer zu bedienen.

Manche Internet-Seiten arbeiten nicht mit allen Geräten zusammen.

Darauf muss man besser achten, wenn man Internet-Seiten entwickelt:

Alle Geräte sollen mit der Internet-Seite zusammen passen.

Ein aufgeklappter Laptop.

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