Barrierefreie Websites und ergonomische Softwaregestaltung

Grafische Darstellung in mehreren Einzelteilen: Ein gesunder Volleyballspieler und ein Behinderter spielen gemeinsam mit der Erdkugel als Ball, der beim Betrachten aller Seiten des Angebots von einem zum anderen wandert. Unter dem fliegenden Ball befindet sich der Schriftzug WWW als Hinweis, daß die Erdkugel hier mit dem Internet assoziiert wird.

Volleyballspieler, aufrecht (Teil 1 von 3). Behinderter Volleyballspieler, im Rollstuhl (Teil 2 von 3). Die Erdkugel als *Volleyball*: Eine für alle. (Teil 3 von 3).

3.4 Barriere-Freiheit und Gesetze

Europäisches Symbol für *Leichte Sprache* Alternatives Symbol für *Leichte Sprache*

Welche Gesetze und Regeln über Barriere-Freiheit gibt es in Deutschland?

Ein wichtiges Gesetz ist das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.

Die Abkürzung ist BGG.

Das steht in dem Gesetz:

Barriere-Freiheit heißt:

Alle Dinge im täglichen Leben sollen auch gut für Menschen mit Behinderungen sein.

Sie sollen alle Dinge genau so nutzen können wie alle anderen Menschen auch.

Auch ohne fremde Hilfe.

Buch mit Paragrafensymbol. Rollstuhlfahrerin durchbricht Absperrung (Barriere).

Das Gesetz ist besonders wichtig:

  • Für die Bundes-Regierung.
  • Für die Bundes-Länder.
  • Für die Städte und Gemeinden.

Sie müssen alle Angebote so machen, dass behinderte Menschen sie auch nutzen können.

Collage aus Deutschlandkarte sowie Bundesparlament und Stadt (stilisiert).

Ein Weg für Firmen und Betriebe sind Ziel-Vereinbarungen.

Eine Ziel-Vereinbarung ist so etwas wie ein Vertrag.

In dem Vertrag steht:

Das macht ein Betrieb oder eine Firma für Barriere-Freiheit.

Blatt mit Paragrafensymbol und stilisierter Unterschrift.

Ein Beispiel:

Ein Flughafen macht eine Ziel-Vereinbarung.

Dort steht:

Unser Flughafen soll gut für alle Menschen sein.

Auch für Menschen mit Behinderungen.

Das machen wir dafür:

  • Überall gibt es Rampen und Aufzüge.

    Und behinderten-gerechte Toiletten.

    Symbol für einen Aufzug: Mann und Frau (stilisiert) in einem Rahmen sowie  2 hoch beziehungsweise herunter gerichtete Pfeile darüber.
  • Für blinde Menschen gibt es ein Leit-System im Boden.

    Dann kann man den Weg mit dem Stock fühlen.

  • Der Not-Ruf und der Alarm sind auch mit Licht-Signalen.

    Dann wissen auch gehörlose Menschen, wenn sie aufpassen müssen.

    Glühbirne mit angedeuteten Lichtstrahlen.
  • Es gibt gute und klare Schilder für den Weg.

    Damit alle die Wege gut finden können.

    Stilisierte Informationstafel mit Mensch davor.
  • Und viele andere Sachen.

Stilisiertes Flugzeug.

Für das Internet und für Computer-Programme gibt es ein eigenes Gesetz.

Dieses Gesetz heißt:

Barriere-freie Informations-Technik-Verordnung.

Die Abkürzung dafür ist BITV[9] .

Dieses Gesetz wurde im September 2011 neu gemacht.

Computer mit Tastatur und Bildschirm Buch mit Paragrafensymbol.

In dem Gesetz stehen viele Regeln.

Mit den Regeln kann man überprüfen:

Ist eine Internet-Seite wirklich barriere-frei.

Diese Regeln sind für Deutschland.

Aber sie sind so ähnlich wie die Regeln für die ganze Welt.

Das ist gut.

Denn das Internet arbeitet auch auf der ganzen Welt.

Das ist neu in den Regeln:

  • Gebärden-Sprache ist wichtig für ein barriere-freies Internet.
  • Leichte Sprache ist wichtig für ein barriere-freies Internet.
Notizblock mit Checkliste Eine Weltkugel (Globus)

Wir von C2Web haben Prüf-Schritte überlegt.

So können Sie Internet-Seiten selbst überprüfen:

Ist die Internet-Seite gut für Menschen mit Behinderungen?

Wir erklären die Prüf-Schritte genau.

Mann und Frau an einem Tisch mit Tastatur, Maus und Bildschirm darauf.

0.6.x Glossar zu dieser Seite

7 BGG
Behindertengleichstellungsgesetz
9 BITV
Barrierefreie Informationstechnikverordnung: Rechtliche Grundlage für Behörden und Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland, die barrierefreie Websites vorschreibt und die Anforderungen dazu vorgibt. Die aktuelle Version 2.0 der Verordnung lehnt sich stark an die WCAG 2.0 an, den Text finden Sie online beim Bundesanzeiger Verlag: . BITV gemäß Bundesgesetzblatt Nummer 48 / 2011 (mit freundlicher Genehmigung des Bundesanzeiger Verlags)

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